Landwirtschaft hat's schwer mitzuhalten

"Die Landwirtschaft braucht klare Linie", fordert Landwirt Frank Schumann im Gespräch mit MdL Christian Tischner ein. "Unsere Produkte sollen wettbewerbsfähig sein, wir haben aber nicht die Bedingungen, um auf dem Weltmarkt mithalten zu können." Schumann setzt mit seinem Team in Großenstein auf Rationalisierung und effektive Produktion. Waren es 2005 noch 33 Mitarbeiter hier, sind es aktuell noch 19 Beschäftigte, die alles am Laufen halten. Allerdings habe es keine Entlassungen im großen Stil gegeben, vielmehr seien frei werdende Stellen nicht mehr besetzt worden und die Rinderproduktion hat die Agrar GmbH aufgegeben. Bewirtschaftet werden 640 Hektar Ackerland, davon 29 ha Grünland. Hinzu kommen u.a. 600 Zuchtsauen, eine Mutterkuhherde, Jungsauen und Ferkel, eine Biogasanlage und Photovoltaikanlagen. Durch Brandstiftung im Sommer sind die Stroh-Bergeräume ausgefallen. Einer davon ist jetzt wieder nutzbar. Schwierig sei die Entsorgung des Asbests mit organischem Anteil, schildert der Landwirt. Die notwendigen Genehmigungen brauchen unmöglich viel Zeit. Bis Ende des Jahres, so sein Ziel,soll der Dachaufbau für die Scheune erledigt sein.