Respekt für praktische Lösungen in schwieriger Zeit
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Respekt für praktische Lösungen in schwieriger Zeit

Greiz/Ronneburg. "Ich bin beeindruckt von den engagierten Teams in den Kindertagesstätten meines Wahlkreises und spreche allen Beschäftigten der Kindereinrichtungen meinen höchsten Respekt und aufrichtigen Dank für eindrucksvolle Arbeit mit unseren Kindern aus", sagt CDU-Landtagsmitglied Christian Tischner im Ergebnis zahlreicher Gespräche vor Ort.

Bei Gesprächen im coronaüblichen Abstand über den Gartenzaun informierte sich der Landtagsabgeordnete und bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion am Montag und Dienstag bei den Leiterinnen und Erzieher/innen der Kindertagesstätten "Freundschaft" in Greiz, "Regenbogen" in Mohlsdorf, "Waldspatzen" in Berga, "Regenbogenland" in Ronneburg, "Sonnenkäfer" in Linda und bei den "Brahmenauer Kobolden", wie die Notbetreuung läuft und die Vorbereitung des regulären Betriebs mit Corona-Vorsichtsmaßnahmen umgesetzt werden kann.

Aus den Vorgaben des Landes Thüringen, so die einhellige Erfahrung der Praktikerinnen vor Ort, ließen sich kaum pragmatische Lösungen ableiten. Beispielsweise fehlten für die bislang geforderte 10er-Gruppen-Variante die Räume und das Personal. Hinzu komme, dass neue Landesfestlegungen über Presse und soziale Netzwerke zuerst in der Öffentlichkeit und bei den Eltern ankommen, bevor in den Einrichtungen grundlegende Richtlinien dazu vorliegen. Darüber hinaus ließen sich manche Festlegungen, welches Kind in die Notbetreuung aufgenommen werden dürfe, nicht logisch nachvollziehen. Das führt zu Frust und zusätzlichen psychischen Belastungen der Teams, zumal die Stimmung in der Bevölkerung langsam kippt. Eine Leiterin schlägt den Begriff "systemrelevante Berufe" gar für das Unwort des Jahres vor. Dennoch: Die Mitarbeiterinnen vor Ort stehen fest zusammen, finden pragmatische Lösungen auch da, wo die klaren Vorgaben des Landes fehlen. Zügige Entscheidungen, die umsetzbar sind und transparente Information, ähnlich der Praxis im benachbarten Sachsen, fordern die Bürgermeister der Orte ein, die ihre Kindertagesstätten nach besten Kräften unterstützen. Für Christian Tischner steht fest: Hier muss das Bildungsministerium seine Hausaufgaben machen. Dafür werde er sich im Landtag stark machen.

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