Ronneburg
Ronneburg 35

Glück auf - Moderne und Tradition

Die Stadt Ronneburg, ein Zentrum des Wismutbergbaus bis zur Wende, blickt auf eine über 800-jährige Geschichte zurück. 1209 erstmals erwähnt erhielt der Ort 1304 das Stadtrecht. Schon Heinrich Hoffmann von Fallersleben, der Texter unserer Nationalhymne, schwärmte vom Kurort Ronneburg. Bereits im Jahr 1766 war die Stadt durch fünf Heilquellen und das Mineralbad weithin bekannt. Im Zuge der Industrialisierung bildeten sich die Textilindustrie und der Automobilbau als Wirtschaftsfaktoren heraus und die Bedeutung als Mineralbad und Erholungsort ging allmählich zurück. Anfang der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts begann in Ronneburg der Wismut-Bergbau. Fördertürme, Spitzkegelhalden und Tagebaue prägten weithin sichtbar das Landschaftsbild und wiesen auf die tiefgreifenden Veränderungen der Umwelt hin. Der Uranerzbergbau wurde 1991 im Ronneburger Revier eingestellt. Es begann die umfangreiche Sanierung der ehemaligen Bergbaulandschaft. Die Spitzkegelhalden wurden in das Tagebaurestloch verfüllt, über welchem sich nunmehr die Schmirchauer Höhe erhebt.

Die Städte Ronneburg und Gera erhielten die Bundesgartenschau im Jahr 2007 als Motor und Triebkraft für unsere Region, zur wirtschaftlichen Entwicklung der durch langjährige Bergbautätigkeit zerschundenen Landschaft. In diesem Rahmen entstand vor den Toren der Stadt Ronneburg ein ca. 100 ha großer Landschaftspark mit einem großzügigen Rosengarten, einem Entdeckerturm und der längsten Spannbandhängebrücke Europas, der „Drachenschwanz-Brücke“.

Die heute 4900 Einwohner zählende Stadt Ronneburg hat neben der lebendigen Pflege der Bergbautraditionen viel zu bieten. So entstand neben den modernen Kindertagesstätten in den zurückliegenden Jahren wieder eine Kinderkrippe für die Jüngsten. Für die Handballer, die im Wettkampfbetrieb in der Thüringenliga mitmischen, die Fußballer und viele andere Freizeitsportler legen sich Stadtrat und Stadtverwaltung mächtig ins Zeug. Mit der Ansiedlung des Landmaschinenherstellers Horsch konnte ein wichtiger Impuls zur Weiterentwicklung der Wirtschaft in der Stadt ausgelöst werden. Viele Klein- und Mittelständler bieten Ausbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten an.