Wärmebildkamera schafft schnell Klarheit
2020Sommertour 26

Viele Anregungen beim Gespräch mit der Freiwilligen Feuerwehr in Chursdorf

Seelingstädt/Chursdorf. Eine Wärmebildkamera konnte das Team der Feuerwehr Seelingstädt am Stützpunkt Chursdorf während des Besuchs von MdL Christian Tischner auf Sommertour vorstellen. Die moderne Kamera hatten die Kameraden aus Spendenmitteln finanzieren können, freute sich Ortsbrandmeister Falk Wunschel und dankte allen Spendern herzlich für ihren Beitrag. Auch der CDU-Landtagsabgeordnete hatte sich daran beteiligt. „Wär­me­bild­ka­me­ras sind aus dem heu­ti­gen Feu­er­wehr­ein­satz nicht mehr weg­zu­den­ken. Sie wan­deln die Wär­me­strah­lung, die Ob­jek­te und Per­so­nen ab­ge­ben, in ein für den Feu­er­wehr­mann sicht­ba­res Bild um. Die Ein­satz­mög­lich­kei­ten ei­ner Wär­me­bild­ka­me­ra für die Feu­er­weh­ren sind viel­fäl­tig und rei­chen von der Per­so­nen­su­che bis hin zum Auf­spü­ren von Brand­her­den in ver­rauch­ten Räu­men. Das Ge­rät soll dem A­tem­schutz­trupp nicht nur ei­nen schnel­le­ren, son­dern vor al­lem ei­nen si­che­ren Atem­schutz­ein­satz er­mög­li­chen. Ein ganz ent­schei­den­der Punkt ist hier­bei die Er­hö­hung der Si­cher­heit für die ein­ge­setz­ten Kräf­te bei der Ge­bäu­de-Brand­be­kämp­fung. Aber auch zum Auf­fin­den von ver­steck­ten Brand­her­den und zur Nach­kon­trol­le bei Brän­den sind sol­che Wär­me­bild­ka­me­ras un­ver­zicht­ba­re Hilfs­mit­tel. Fi­nan­ziert wur­de die Ka­me­ra aus­schließ­lich durch Spen­den­gel­der, die der För­der­ver­ein der Feu­er­wehr ge­sam­melt hat,“ so der Ortsbrandmeister.

Im Gespräch Tischners mit den Kameradinnen und Kameraden, der Bürgermeisterin Regina Hilbert und Gemeinderatsmitgliedern gab es einige Kritikpunkte und Änderungswünsche an die Landespolitik.

So sollten, das meinen die Seelingstädter, Förderrichtlinie und Haushaltsrecht geändert werden, denn die Feuerwehr ist eine Pflichtaufgabe der Gemeinde. So gibt es beispielsweise für die Kleidung der Einsatzgruppen vom Land kein Geld, während das Land Sachsen dafür zahlt. Darüber hinaus sei die Fahrzeugbeschaffung nach den geltenden Richtlinien in Thüringen sehr kompliziert. Die Einnahmesituation der Feuerwehr sei ebenfalls sehr viel schwieriger geworden, wie MdL Tischner im Gedankenaustausch hört. Die Feuerschutzabgabe ist gestrichen, zudem ist auch für technische Einsätze wie Tragehilfe für den Rettungsdienst oder Ölspurbeseitigung keine Vergütung vorgesehen. Andererseits habe die Feuerwehr vor Ort auch Auflagen und notwendige Änderungen zu finanzieren. So habe man beispielsweise das Wehrleiterzimmer zu einer Frauenumkleide umgebaut. Auch die Tatsache, dass man mit 16 die Jugendfeuerwehr verlässt und mit 18 erst in den aktiven Dienst eintreten könne, sei nicht förderlich für die Nachwuchsgewinnung. Bei TAW und Rotem Kreuz ist es dagegen möglich mit 16 Jahren aktiv mitzumachen. Unterm Strich ergab dieser Vereinstreff mit der Freiwilligen Feuerwehr einen regen Gedankenaustausch, der dem MdL viele Ansatzpunkte für die Arbeit im Landtag bietet.